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  • Rechtsschutzversicherung

    Rechtsschutzversicherung

    Eine Rechtsschutzversicherung ist eine Versicherung, die die Kosten für rechtliche Auseinandersetzungen ganz oder teilweise übernimmt. Sie schützt Versicherte davor, dass hohe Anwalts- oder Gerichtskosten im Falle eines Rechtsstreits selbst getragen werden müssen.

    Was sie abdeckt

    Je nach Vertrag kann eine Rechtsschutzversicherung folgende Bereiche umfassen:

    Privatrechtsschutz – Streitigkeiten mit Vermietern, Nachbarn oder Kaufverträgen.

    Verkehrsrechtsschutz – Konflikte rund ums Auto, z. B. Unfälle, Bußgelder oder Schadensersatzforderungen.

    Berufsrechtsschutz – Auseinandersetzungen mit dem Arbeitgeber, z. B. Kündigung oder Lohnstreitigkeiten.

    Mietrechtsschutz – Probleme als Mieter oder Vermieter.

    Strafrechtsschutz – Kostenübernahme bei bestimmten strafrechtlichen Verfahren, oft wenn kein Vorsatz vorliegt.

    Leistungen

    Die Versicherung übernimmt meist:

    Anwaltskosten

    Gerichtskosten

    Kosten für Gutachter oder Zeugen

    ggf. Kosten für Mediation

    Einschränkungen

    Wartezeiten: Oft muss die Versicherung einige Monate bestehen, bevor bestimmte Leistungen greifen.

    Kein Schutz bei Vorsatz oder kriminellen Handlungen.

    Deckungssummen und Selbstbeteiligungen variieren je nach Tarif.

    Kurz gesagt: Die Rechtsschutzversicherung ist ein finanzieller Schutzschild, damit man sich im Streitfall rechtlich wehren kann, ohne dass die Kosten zur großen Belastung werden.

  • Private Krankenversicherung

    Private Krankenversicherung

    Eine Private Krankenversicherung (PKV) ist ein Versicherungsmodell, das sich vom gesetzlichen Gesundheitssystem unterscheidet. Hier sind die wichtigsten Punkte:

    1. Wer kann sie abschließen?

    Selbstständige, Freiberufler und Beamte können pflichtunabhängig privat versichert werden.

    Angestellte können privat versichert werden, wenn ihr Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt (2026: ca. 66.600 €).

    1. Beitragsberechnung

    Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wo der Beitrag vom Einkommen abhängt, richtet sich der Beitrag in der PKV nach:

    Alter bei Eintritt

    Gesundheitszustand

    Leistungsumfang des gewählten Tarifs

    Beiträge können mit zunehmendem Alter steigen, dafür gibt es Altersrückstellungen, um die Beiträge später abzufedern.

    1. Leistungen

    Die PKV bietet häufig umfangreichere Leistungen als die GKV, z. B.:

    Einzelzimmer im Krankenhaus

    Chefarztbehandlung

    Erstattung für alternative Heilmethoden

    Freie Arztwahl und schnellere Termine

    1. Finanzierung und Abrechnung

    Versicherte zahlen ihre Rechnungen zunächst selbst und lassen sie dann von der PKV erstatten (Erstattungssystem).

    In der GKV übernimmt die Krankenkasse die Kosten direkt.

    1. Vor- und Nachteile

    Vorteile:

    Bessere Versorgung und schnellere Termine

    Individuell wählbare Tarife

    Oft günstigere Beiträge für junge, gesunde Menschen

    Nachteile:

    Beitrag steigt mit Alter oder Gesundheitsrisiko

    Wechsel zurück in die GKV ist oft schwer

    Höhere Eigenbeteiligung bei vielen Tarifen

  • Kfz-Versicherung

    Kfz-Versicherung

    Eine Kfz-Versicherung (Kraftfahrzeugversicherung) ist eine Versicherung, die finanziellen Schutz für Fahrzeuge und deren Halter bietet. Sie deckt Schäden ab, die durch den Gebrauch eines Autos, Motorrads oder eines anderen Kraftfahrzeugs entstehen können.

    Man unterscheidet vor allem drei Arten von Kfz-Versicherungen:

    Haftpflichtversicherung (gesetzlich vorgeschrieben)

    Deckt Schäden ab, die du mit deinem Fahrzeug anderen Personen oder deren Eigentum zufügst.

    Beispiel: Du verursachst einen Unfall und beschädigst das Auto einer anderen Person – die Versicherung zahlt für Reparaturkosten und mögliche medizinische Kosten.

    Teilkaskoversicherung (freiwillig)

    Deckt Schäden an deinem eigenen Fahrzeug durch bestimmte Ereignisse wie Diebstahl, Brand, Sturm, Glasbruch oder Wildunfälle.

    Bietet Schutz gegen viele, aber nicht alle Risiken.

    Vollkaskoversicherung (freiwillig)

    Umfasst alles der Teilkasko und zusätzlich Schäden am eigenen Auto, die durch selbst verschuldete Unfälle oder Vandalismus entstehen.

    Zusätzlich gibt es oft optionale Zusatzleistungen wie Schutzbrief, Auslandsschadenschutz oder Rabattschutz.

    Kurz gesagt: Eine Kfz-Versicherung schützt dich vor hohen finanziellen Belastungen, die durch Unfälle, Schäden oder Diebstahl entstehen können.

  • Rentenversicherung

    Rentenversicherung

    Eine Rentenversicherung ist eine Form der Versicherung, die dazu dient, eine Person im Alter oder bei Berufsunfähigkeit finanziell abzusichern. Man zahlt regelmäßig Beiträge in die Versicherung ein, und im Gegenzug erhält man später eine monatliche Rente oder eine einmalige Auszahlung.

    Man kann grundsätzlich zwischen zwei Arten unterscheiden:

    Gesetzliche Rentenversicherung

    Pflichtversicherung in Deutschland für Arbeitnehmer.

    Beiträge werden anteilig von Arbeitgeber und Arbeitnehmer gezahlt.

    Leistung hängt von der Höhe und Dauer der Einzahlungen ab.

    Ziel: Altersrente, Erwerbsminderungsrente oder Hinterbliebenenrente.

    Private Rentenversicherung

    Freiwillige Versicherung über private Anbieter.

    Man kann individuell entscheiden, wie viel man einzahlt und wann die Auszahlung beginnt.

    Oft als Ergänzung zur gesetzlichen Rente, um die Altersvorsorge zu sichern.

    Es gibt verschiedene Modelle: klassische Rentenversicherung (mit Garantiezins), fondsgebundene Rentenversicherung (mit Chancen auf höhere Rendite).

    Wichtige Punkte:

    Schützt vor Altersarmut, wenn gesetzliche Rente nicht ausreicht.

    Private Rentenversicherungen bieten oft zusätzliche Optionen wie Hinterbliebenenschutz oder Berufsunfähigkeitsrente.

    Die Auszahlung kann als lebenslange Rente oder Einmalbetrag erfolgen.

  • Immobilienbewertung

    Immobilienbewertung

    Eine Immobilienbewertung ist der Prozess, den Wert einer Immobilie – also eines Hauses, einer Wohnung, eines Grundstücks oder eines Gewerbeobjekts – zu ermitteln. Sie wird aus unterschiedlichen Gründen durchgeführt, zum Beispiel:

    Verkauf oder Kauf – Damit Käufer und Verkäufer einen fairen Preis vereinbaren können.

    Finanzierung – Banken benötigen eine Bewertung, um zu entscheiden, wie hoch ein Kredit für die Immobilie sein darf.

    Versicherung – Um die Versicherungssumme richtig festzulegen.

    Steuern und Erbschaft – Für Erbschafts- oder Grundsteuerberechnungen.

    Es gibt verschiedene Methoden der Immobilienbewertung:

    Vergleichswertverfahren: Wert wird durch Vergleich mit ähnlichen, kürzlich verkauften Immobilien ermittelt.

    Ertragswertverfahren: Bei Mietobjekten wird der Wert aus den zu erwartenden Einnahmen berechnet.

    Sachwertverfahren: Besonders bei eigengenutzten Immobilien; der Wert wird aus den Herstellungskosten minus Abschreibungen plus Grundstückswert berechnet.

    Kurz gesagt: Die Immobilienbewertung beantwortet die Frage: „Was ist diese Immobilie wirklich wert?“