Eine Private Krankenversicherung (PKV) ist ein Versicherungsmodell, das sich vom gesetzlichen Gesundheitssystem unterscheidet. Hier sind die wichtigsten Punkte:
- Wer kann sie abschließen?
Selbstständige, Freiberufler und Beamte können pflichtunabhängig privat versichert werden.
Angestellte können privat versichert werden, wenn ihr Einkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt (2026: ca. 66.600 €).
- Beitragsberechnung
Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV), wo der Beitrag vom Einkommen abhängt, richtet sich der Beitrag in der PKV nach:
Alter bei Eintritt
Gesundheitszustand
Leistungsumfang des gewählten Tarifs
Beiträge können mit zunehmendem Alter steigen, dafür gibt es Altersrückstellungen, um die Beiträge später abzufedern.
- Leistungen
Die PKV bietet häufig umfangreichere Leistungen als die GKV, z. B.:
Einzelzimmer im Krankenhaus
Chefarztbehandlung
Erstattung für alternative Heilmethoden
Freie Arztwahl und schnellere Termine
- Finanzierung und Abrechnung
Versicherte zahlen ihre Rechnungen zunächst selbst und lassen sie dann von der PKV erstatten (Erstattungssystem).
In der GKV übernimmt die Krankenkasse die Kosten direkt.
- Vor- und Nachteile
Vorteile:
Bessere Versorgung und schnellere Termine
Individuell wählbare Tarife
Oft günstigere Beiträge für junge, gesunde Menschen
Nachteile:
Beitrag steigt mit Alter oder Gesundheitsrisiko
Wechsel zurück in die GKV ist oft schwer
Höhere Eigenbeteiligung bei vielen Tarifen

Schreibe einen Kommentar