1. Was ist Glasfaser?
Glasfaser ist ein sehr dünner Faden aus Glas oder Kunststoff, der Lichtsignale überträgt. Anders als Kupferkabel, die elektrische Signale nutzen, werden bei Glasfaser Lichtimpulse verwendet.
- Ein einzelner Glasfaserkern kann so dünn sein wie ein menschliches Haar.
- Durch die Lichtübertragung sind Daten extrem schnell und kaum störanfällig.
2. Wie funktioniert Glasfaser?
Der Grundprinzip ist die Totalreflexion:
- Licht wird in das Glasfaserkabel eingespeist.
- Das Licht „springt“ durch den Kern des Kabels, ohne nach außen zu entweichen.
- Am Ende des Kabels wird das Licht wieder in ein elektrisches Signal umgewandelt, das der Computer versteht.
➡ Vorteil: Licht verliert kaum Energie, also kann man Daten über sehr lange Strecken senden, ohne dass ein Signalverstärker nötig ist.
3. Aufbau einer Glasfaser
Eine Glasfaser besteht typischerweise aus drei Schichten:
- Kern (Core):
- Sehr dünn, aus Glas.
- Hier läuft das Licht.
- Mantel (Cladding):
- Umgibt den Kern.
- Hat einen niedrigeren Brechungsindex, damit das Licht im Kern bleibt (Totalreflexion).
- Schutzmantel (Jacket):
- Hülle aus Kunststoff, die die Faser schützt.
4. Vorteile von Glasfaser
- Extrem schnelle Datenübertragung: Gigabit bis Terabit pro Sekunde möglich.
- Sehr große Reichweite: Signalverlust minimal.
- Geringe Störanfälligkeit: Nicht durch elektromagnetische Felder beeinflusst.
- Zukunftssicher: Glasfasernetze sind langlebig und können hohe Bandbreiten transportieren.
5. Nachteile von Glasfaser
- Hohe Installationskosten: Verlegen ist teurer als Kupferkabel.
- Empfindlich: Glasfaserkabel können bei Biegen oder Bruch leicht beschädigt werden.
- Spezielle Geräte nötig: Um Licht in elektrische Signale zu wandeln.
Kurz gesagt: Glasfaser ist wie eine „Licht-Autobahn“ für Daten – extrem schnell und zuverlässig, aber in der Anschaffung teurer als normale Kupferkabel.

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